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Eigentlich wollte ich meinen Erfahrungsbericht meiner kurzen aber heftigen Karriere als Co-Trainer der Fortuna unter "Auswärtsspiele" in der Dezember-Ausgabe von "11 Freunde" platzieren, da kam ich aber leider zuspät. Daher hier die Geschichte als Fan-Blog auch um das Interesse an der aktuellen Verlosung eines Platzes auf der Bank beim Spiel gegen die zweite Mannschaft der kleineren Fortuna zu wecken. Denn dem Sieger winkt wirklich ein höllengeiles Erlebnis.
 
War ich vielleicht aufgeregt, als am Montag, dem 10. November 2008 Burkhard Mathiak von der DFC GmbH bei mir anrief und mir mitteilte, dass ich beim Gewinnspiel von Sport1.de einen Platz als Co-Trainer von Fortuna Fortuna Köln auf der Trainerbank gewonnen hatte. Da hatte ich schon den ersten Stritz aus lauter Vorfreude in der Buchse. Seit dem 15. Oktober war ich nun erst Mitglied der Community, die Fortuna Köln zurück in den bezahlten Fußball bringen will und nun stand ich als am Südstadion, wo ich in den neuen Büroräumen des DFC in Empfang genommen wurde.

Hinter mir hatte ich zu diesem Zeitpunkt schon eine Reise mit der Bahn und dem "Schöner NRW Single Ticket" oder "Schöne Singles NRW Ticket" oder wie auch immer. Zumindest an Städten vorbei, wo ich gar nicht wusste, dass es die überhaupt noch gibt. Alles sehr aufregend für ein Landei wie mich. Nach meiner Ankunft am Kölner Hauptbahnhof hatte ich mich erst mal im Brauhaus Früh an die Theke gestellt, aber nur für zwei Kölsch, weil ich mir dachte: "Halt Dich erstmal zurück, gleich gibt es im Stadion ja noch genug!" Ein kleiner Trugschluss.

Fachkundig gewährte mir der verletzte "Stasi" einen Einblick hinter die Kulissen des Südstadions, wobei auch das Kennenlernen der Mannschaft und des Trainer-Teams Matthias Mink/ Rüdiger Hoppe nicht fehlen durfte. Gespannt lauschte ich den letzten einstimmenden Worten des Trainer in der Mannschaftsbesprechung in der Kabine vor dem Spiel, wo ich jedoch einmal vom Kapitän zusammengeschissen wurde, weil ich zu laut gequatscht habe. Und mit was? Mit Recht.  Mit knallroten Kopf war ich dann still und nahm dann gespannt an der Seitenauslinie zwischen Matthias Mink und Rüdiger Hoppe Platz. Die Bezeichnung "Co-Trainer" trifft es jedoch eher weniger, denn aus lauter Ehrfurcht vor der Atmosphäre, der Mannschaft und dem Trainer-Team saß ich gebannt auf der Bank und blieb still. Zu sehr genoss ich es einfach auch, so nah am Geschehen dran zu sein, wobei ich trotz der anwesenden FC-Prominenz nur auf "meine" Fortuna fixiert war. Innerhalb eines Monates seit ich Mitglied bei www.deinfussballclub.de war, hatte mich spätestens mit diesem Erlebnis der Fortuna-Virus gepackt.

Die Mannschaft zeigte sich gegen eine mit einigen Bundesliga-Profis verstärkte U23 des FC engagiert und hielt tapfer dagegen, wobei David Podlos in der 42. Minute sogar die Chance hatte, die FC-Führung durch Ishiaku (19.) zu egalisieren. Eine auf gleich sieben Positionen veränderte Fortuna-Elf musste dann in der zweiten Halbzeit zunächst das 0:2 durch Ishiaku hinnehmen (56.), dem Felix Bably jedoch fast postwendend das 1:2 folgen ließ (57.). Und nachdem Brosinski mit zwei Treffern (65./ 85.) die FC-Führung auf 4:1 ausbaute, setzte Zielinsky in der 87. Minuten mit seinem Treffer zum 5:1 den Schlusspunkt einer Partie, die aus meiner Sicht mit zwei Toren zu hoch für die Fortuna verloren ging. Diese Spielanalyse durfte ich dann auch voller Stolz vor den Kameras von DFC-TV kuntun, wobei mir aber wieder mal vor Aufregung ganz schön die Düse ging.

Am Bahnhof habe ich dann doch noch fünf bis acht Kölsch gezündet, wollte dann auch noch einer amerikanischen Dartmannschaft erklären, was es mit Fortuna Köln und dem DFC auf sich hat, hat aber nicht mehr so gut geklappt.  
Rundrum war das einfach ein höllengeiles Erlebnis, womit mich erst Recht der Fortuna-Virus gepackt hat und mich sowohl die Fortuna als auch der DFC endgültig von dem Projekt überzeugt hat. Ich bin wirklich froh, dass ich zu den ersten 10.000 der Community gehöre und bin heiß wie Frittenfett auf den (Gott sei Dank) vorgezogenen Start des Projektes. Und auch wenn ich knapp 180 Km weit weg wohne, so werde ich sicherlich in dieser Saison noch einige Spiele anschauen und freue mich drauf, dass auch die Ur-Fortuna-Fans kennenzulernen. Zumindest ich sehe mich nicht mehr "nur" als DFCler, sondern als Fortune und das ist gut so.
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