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Trainer Uwe Koschinat

Liebe Freunde und Fans der Fortuna,

sicherlich ist die Enttäuschung und Ernüchterung nach unserer Auftaktpleite im Heimspiel gegen den VfL Bochum auch bei Euch – ähnlich wie bei unserem Team - nicht vollends gewichen.

Nach einer zufriedenstellenden Hinrundenbilanz und einer intensiven und guten Vorbereitung war nicht die Niederlage an sich, sondern vor allen Dingen die Art und Weise nicht akzeptabel. Wir haben mit Ausnahme der ersten Viertelstunde nach der Pause nicht nur spielerische Qualität vermissen lassen, sondern in erster Linie unsere Grundtugenden nicht auf den Platz gebracht. In den Bereichen Laufbereitschaft, Zweikampfführung und Organisation bei gegnerischem Ballbesitz waren wir mangelhaft. Am schlimmsten aber war, dass uns der unbedingte Wille, die Galligkeit fehlte, diese junge Mannschaft aus Bochum körperlich zu beeindrucken, sie zu bekämpfen und jedem Zuschauer im Stadion unbedingten Siegeswillen zu demonstrieren. Gerade mit diesen Tugenden hat sich die Mannschaft im heimischen Südstadion eine hervorragende Heimbilanz erkämpft und Sympathien bei unserem Publikum erarbeitet.

In der Aufarbeitung des Spiels haben sich mir die Gründe für diese schlechte Leistung allerdings sehr schnell erschlossen. Speziell in den Trainingseinheiten vor dem Saisonauftakt hatten wir im spielerischen Bereich zum Teil überragende Phasen. Die kontinuierlich in der Hinrunde erarbeiteten Spielprinzipien und die auch durch die Neuzugänge Lejan und Pospischil gewachsene fußballerische Qualität im Kader sorgten für flüssiges Kombinationsspiel und große Spielfreude. Hinzu kommt in erheblichem Maße, dass das permanente Training auf unserem neuen Kunstrasen dass eigene Spiel verändert. Technische Fehler auf Grund von Platzunebenheiten treten nicht auf, dass Spiel wird schneller und weniger zweikampforientiert.

Dies darf keine Entschuldigung sein, doch es ist uns in der ersten Halbzeit nicht gelungen, unsere Spielweise den veränderten Bedingungen anzupassen. Erst meine deutliche Halbzeitansprache brachte Besserung – tragisch, dass wir gerade in unserer besten Phase nach der Halbzeit, in der wir zwar nicht gut kombinierten, den Gegner aber deutlich besser attackierten und größtenteils in der eigenen Hälfte stellten, durch einen Konter mit dem 1:2 auf die Verliererstraße gerieten. Unverzeihlich ist allerdings, was im Anschluss an den Rückstand passierte. Wir ließen einen Konter nach dem nächsten zu und sind nur haarscharf an einem Debakel im eigenen Stadion vorbeigeschrammt. Für diese Leistung entschuldige ich mich bei allen Fans der Fortuna.

Nun steht mit dem Spiel beim Wuppertaler SV bereits die nächste hohe Hürde vor der Tür. Der WSV – selbsternannter Aufstiegskandidat vor der Saison –hat nach einem holprigen Start und dem Trainerwechsel von Hutwelker zum erfahrenen Hans-Günter Bruns im letzten Drittel der Hinrunde kontinuierlich gepunktet und das Saisonziel „Aufstieg“ noch nicht vollkommen aus den Augen verloren. Ein echter Prüfstein für uns und ein tolles Derby für unsere Fortuna! Ich bin mir absolut sicher, dass wir die richtigen Schlüsse aus der Auftaktniederlage gezogen haben und im Bergischen punkten werden.

Natürlich wirft die Pokalauslosung vom vergangenen Montag auch schon ihre Schatten voraus. Mit dem Auswärtsspiel beim Bezirksligisten Düren kennen wir nun die nächste Hürde auf unserem gemeinsamen Weg hin zum Gewinn des Mittelrhein-Pokals. Natürlich werde ich mein Team akribisch auf diesen Gegner vorbereiten, aber bei allem Respekt vor dem Spitzenreiter wollen und werden wir ins Halbfinale einziehen!!!

Bis zu diesem Spiel sind allerdings noch einige Punkte in der Regionalliga West zu holen – wir werden am Samstag in Wuppertal damit anfangen…

Herzlichst

Ihr Uwe Koschinat

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