Liebe Freunde und Fans der Fortuna,
sicherlich ist die Enttäuschung und Ernüchterung nach unserer Auftaktpleite im Heimspiel gegen den VfL Bochum auch bei Euch – ähnlich wie bei unserem Team - nicht vollends gewichen.
Nach einer zufriedenstellenden Hinrundenbilanz und einer intensiven und guten Vorbereitung war nicht die Niederlage an sich, sondern vor allen Dingen die Art und Weise nicht akzeptabel. Wir haben mit Ausnahme der ersten Viertelstunde nach der Pause nicht nur spielerische Qualität vermissen lassen, sondern in erster Linie unsere Grundtugenden nicht auf den Platz gebracht. In den Bereichen Laufbereitschaft, Zweikampfführung und Organisation bei gegnerischem Ballbesitz waren wir mangelhaft. Am schlimmsten aber war, dass uns der unbedingte Wille, die Galligkeit fehlte, diese junge Mannschaft aus Bochum körperlich zu beeindrucken, sie zu bekämpfen und jedem Zuschauer im Stadion unbedingten Siegeswillen zu demonstrieren. Gerade mit diesen Tugenden hat sich die Mannschaft im heimischen Südstadion eine hervorragende Heimbilanz erkämpft und Sympathien bei unserem Publikum erarbeitet.
In der Aufarbeitung des Spiels haben sich mir die Gründe für diese schlechte Leistung allerdings sehr schnell erschlossen. Speziell in den Trainingseinheiten vor dem Saisonauftakt hatten wir im spielerischen Bereich zum Teil überragende Phasen. Die kontinuierlich in der Hinrunde erarbeiteten Spielprinzipien und die auch durch die Neuzugänge Lejan und Pospischil gewachsene fußballerische Qualität im Kader sorgten für flüssiges Kombinationsspiel und große Spielfreude. Hinzu kommt in erheblichem Maße, dass das permanente Training auf unserem neuen Kunstrasen dass eigene Spiel verändert. Technische Fehler auf Grund von Platzunebenheiten treten nicht auf, dass Spiel wird schneller und weniger zweikampforientiert.
Dies darf keine Entschuldigung sein, doch es ist uns in der ersten Halbzeit nicht gelungen, unsere Spielweise den veränderten Bedingungen anzupassen. Erst meine deutliche Halbzeitansprache brachte Besserung – tragisch, dass wir gerade in unserer besten Phase nach der Halbzeit, in der wir zwar nicht gut kombinierten, den Gegner aber deutlich besser attackierten und größtenteils in der eigenen Hälfte stellten, durch einen Konter mit dem 1:2 auf die Verliererstraße gerieten. Unverzeihlich ist allerdings, was im Anschluss an den Rückstand passierte. Wir ließen einen Konter nach dem nächsten zu und sind nur haarscharf an einem Debakel im eigenen Stadion vorbeigeschrammt. Für diese Leistung entschuldige ich mich bei allen Fans der Fortuna.
Nun steht mit dem Spiel beim Wuppertaler SV bereits die nächste hohe Hürde vor der Tür. Der WSV – selbsternannter Aufstiegskandidat vor der Saison –hat nach einem holprigen Start und dem Trainerwechsel von Hutwelker zum erfahrenen Hans-Günter Bruns im letzten Drittel der Hinrunde kontinuierlich gepunktet und das Saisonziel „Aufstieg“ noch nicht vollkommen aus den Augen verloren. Ein echter Prüfstein für uns und ein tolles Derby für unsere Fortuna! Ich bin mir absolut sicher, dass wir die richtigen Schlüsse aus der Auftaktniederlage gezogen haben und im Bergischen punkten werden.
Natürlich wirft die Pokalauslosung vom vergangenen Montag auch schon ihre Schatten voraus. Mit dem Auswärtsspiel beim Bezirksligisten Düren kennen wir nun die nächste Hürde auf unserem gemeinsamen Weg hin zum Gewinn des Mittelrhein-Pokals. Natürlich werde ich mein Team akribisch auf diesen Gegner vorbereiten, aber bei allem Respekt vor dem Spitzenreiter wollen und werden wir ins Halbfinale einziehen!!!
Bis zu diesem Spiel sind allerdings noch einige Punkte in der Regionalliga West zu holen – wir werden am Samstag in Wuppertal damit anfangen…
Herzlichst
Ihr Uwe Koschinat
Liebe Freunde und Förderer der Fortuna,
kurz nach dem Jahreswechsel möchte ich es nicht versäumen, eine Zwischenbilanz der Hinrunde zu ziehen und einen Ausblick auf die Rückrunde im Jahr 2012 zu wagen.
Insgesamt fällt meine sportliche Zwischenbilanz nach 18 Hinrundenpartien und 2 Begegnungen im Bitburger-Mittelrheinpokal positiv aus. Tabellenplatz 4 und das Überwintern im Pokalwettbewerb sind ein mehr als zufriedenstellendes Ergebnis und mit Hinblick auf unser vor der Saison ausgegebenes Saisonziel „einstelliger Tabellenplatz und Qualifikation für die Hauptrunde im DFB-Pokal 2012 / 2013“ sind wir auf einem sehr guten Weg. Die erzielten 27 Punkte in 18 Partien stellen dabei ein realistisches Spiegelbild der Leistungsfähigkeit unseres Teams dar.
Dabei zeigen mir die vielen positiven Rückmeldungen der letzten Tage, wie wichtig es war, dass letzte Hinrundenspiel gegen Rot-Weiß Essen gegenüber der Mannschaft „extrem zu pushen“. Die Tabelle ist Spielgelbild der erbrachten Leistung und unsere aktuelle Platzierung hat durch die Winterpause über einen Monat Bestand. Daher setzt sich der 4. Tabellenplatz in den Köpfen aller Fußballinteressierten für einen langen Zeitraum fest und unser Team erntet für die Leistung der Hinrunde enorme Anerkennung. Bedenkt man, dass wir mit einer Niederlage im finalen Hinrundenspiel lediglich Platz 9 erreicht hätten, so würde die Leistung unserer Mannschaft sicherlich nicht in diesem Maße gewürdigt.
Doch gerade bei dieser Betrachtung nutze ich die Weihnachtszeit, um unsere Darbietungen in 2011 näher zu analysieren. Dabei fällt zunächst auf, dass in Verbindung mit unserem Tabellenplatz der Punkteabstand zu den vor uns platzierten Teams aus Lotte, Trier und M’gladbach II doch recht groß ist, währenddessen uns von den hinter uns platzierten Teams lediglich max. 2 Punkte trennen und der BVB II uns gar mit einem Sieg im Nachholspiel gegen Wuppertal noch überholen würde.
Negativ betrachtet werden muss ganz sicher auch die Leistung meiner Mannschaft in vielen Auswärtspartien. Konnten wir bei der „Ergebniskatastrophe“ des 0:6 in Lotte zumindest in den ersten 25 Minuten überzeugen, so waren unsere Leistungen in Wiedenbrück und Koblenz im Bezug auf Laufbereitschaft und totalen Siegeswillen nicht akzeptabel. Auch im Heimspiel gegen Elversberg – und dies nach einer Serie von 6 Spielen ohne Niederlage – holten wir nur äußerst schmeichelhaft einen Punkt – und dies gegen ein Team, dass zuvor in 6 Auswärtspartien nur ein Tor erzielte und ohne eigenen Punktgewinn blieb.
Auch ich stelle mir rückblickend häufig die Frage, was im ersten Halbjahr noch alles möglich gewesen wäre, hätten wir häufiger eine Führung nicht im Verlaufe des Spiels wieder abgegeben. Geschlagene sieben mal sind wir in der Vorrunde in Führung gegangen, um anschließend den Ausgleich hinnehmen zu müssen oder das Spiel gar noch zu verlieren. Lediglich gegen Mainz II konnten wir noch 3:1 gewinnen – in allen anderen Partien reichte es nur zu einem Remis. In Wiedenbrück, Koblenz und M’gladbach II fuhren wir am Ende gar ohne Punkte nach Hause. Ein eindeutiges Zeichen also, dass wir zwar Phasen eines Spiels dominieren und aus unserer Überlegenheit auch Kapital schlagen können, diese Spieldominanz aber gerade nach eigenen Führungen abgelöst wird durch übertriebenes Sicherheitsdenken und das Verwalten eines positiven Spielstands. Hier werde ich den Hebel ansetzen und in den Bereichen „offensives Verteidigen und Positionsspiel und Spielkontrolle“ noch intensiver an Spielautomatismen arbeiten.
Auf der anderen Seite kommt Platz 4 in der Tabelle vor Teams wie den Zweitvertretungen aus Köln, Schalke und Mainz oder den ambitioniert in die Saison gestarteten Wuppertalern nicht von ungefähr. Vor der Saison versprach ich den Fortuna-Anhängern attraktiven Fussball, geprägt von einer frühzeitigen Balleroberung, überfallartigen Schnellangriffen mit wenigen Stationen bis zum Torabschluss und einer körperlich sehr dominant auftretenden Mannschaft. In diesen Bereichen stellten gerade die Spiele gegen Wuppertal, BVB II, Mainz II und Mitaufsteiger Essen absolute Highlights im Südstadion dar. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang, dass wir hinter M’gladbach II mit 18 Punkten das zweitstärkste Heimteam der Regionalliga West sind und das Südstadion mit Euch im Rücken eine echte „Festung“ wurde.
Um unsere Leistung in einem richtigen Zusammenhang einordnen zu können, muss von meiner Seite auch mal der Hinweis gestattet sein, dass die Fortuna in der abgelaufenen Saison zum gleichen Zeitpunkt nach 18 absolvierten Partien in der NRW-Liga 26 Punkte verbuchen konnte…
Nach dem Rückblick natürlich auch der Ausblick auf 2012:
Nach einer sehr kurzen Vorbereitung (Trainingsstart war der 02.01.2012) mit Tests gegen Wehen, Münster und Siegen starten wir bereits am 20.01.2012 in die Rückrunde mit dem Heimspiel gegen Bochum II. Ich betrachte es als Vorteil, dass ich aus den letzten 5 Jahren als Co-Trainer von TuS Koblenz mit dieser extrem kurzen Winterpause und einem frühzeitigen Rückrundenstart im Bezug auf die Trainingssteuerung bereits reichhaltige Erfahrungen sammeln konnte.
Ziel unserer Fortuna muss es sein, noch mehr Stabilität in unsere Leistungen – speziell auf fremden Plätzen – zu bringen, die 27 erzielten Punkte möglichst zu verdoppeln und somit einen sicheren einstelligen Tabellenplatz zu festigen.
Über allem steht allerdings der Gewinn des Mittelrhein-Pokals! Und dies nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen, denn langfristig im Gedächtnis haften bleiben – gute Platzierungen hin oder her - nur Titel!!!
Ich wünschen allen Fortuna -Fans und Freunden ein erfolgreiches und gesundes 2012.
Ihr Uwe Koschinat
Platz 3 in der Liga, FVM-Pokal-Halbfinale!
Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge und nur einem Punkt aus den letzten drei Ligaspielen sind wir trotz dieser oben angegebenen Zwischenbilanz natürlich nicht komplett zufrieden!
Das liegt aber weniger an den erzielten Punkten nach der Winterpause, als an einzelnen Ergebnissen. Sowohl im Spiel gegen ETB SW Essen, als auch in der Begegnung gegen die U23 des MSV Duisburg war ein weitaus besseres Ergebnis möglich. Die Spielanalyse beider Partien bestätigt uns in unserem Weg das Offensivspiel weiter zu verbessern, variabler und flexibler im Spiel nach vorne zu werden, damit wir in diesen Spielen effektiver und somit erfolgreicher Fußball spielen!
Die Mannschaft arbeitet hierfür sehr konzentriert und zielorientiert an diesen Vorgaben und ist sehr motiviert, in den nächsten Wochen diese kurzfristigen Ziele umzusetzen. Gelingt uns das, werden auch schnell wieder positive Ergebnisse und kurzfristig gute Spiele folgen.
Wir haben in den 11 Pflichtspielen (10 Ligaspiele, 1 Pokalspiel) im Jahr 2011, mit 7 Siegen, 1 Unentschieden und 3 Niederlagen eine gute sportliche Entwicklung gezeigt und diese Tendenz wollen wir in die kommenden Wochen beibehalten.
Trotz aller Kritik und sicherlich vielen Rückschlägen verschiedenster Art im Laufe dieser Saison zeigt die Mannschaft sich im Vergleich zum Herbst stark verbessert und um einiges stabiler. Das bestätigt uns in unserer täglichen Trainingsarbeit und der guten Zusammenarbeit im gesamten Team.
Matthias Mink
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Die Wintervorbereitung begann trotz optimaler Winterungsbedingungen, wegen des defekten Flutlichtes im RheinEnergie Sportpark denkbar schlecht. In der ersten Woche konnte nur eine Platzeinheit abends unter regulären Bedingungen stattfinden. Die Mannschaft zeigte sich aber trotz dieser wieder einmal widrigen Umstände hoch motiviert und sehr bestrebt, das vorgegebene Arbeitspensum in vollem Umfang zu absolvieren. Die Vorfreude auf das Trainingslager und auf eine erfolgreiche Rückrunde, ließen die fast schon grotesken Trainingsbedingungen in der täglichen Arbeit in den Hintergrund rücken.
Im Trainingslager in Antalya angekommen, zeigte sich in der Mannschaft Euphorie und eine hohes Maß an Eigenmotivation. Erfolgshunger und Neugier verbunden mit der Lust auf Fußballspielen war in den ersten Tagen in jeder Einheit zu spüren. Man spürte, dass die Spieler diese Herausforderung annehmen. Die guten Testspielergebnisse ließen die Müdigkeit und die Erschöpfung durch intensive Trainingseinheiten in den Hintergrund rücken. Durch eine gute Harmonie und große Wertschätzung untereinander, war trotz des Konkurrenzkampfes eine sehr gute Stimmung im Team. Es wird sich im Laufe der nächsten Wochen zeigen, ob das Trainingslager auch in Sachen Teamgeist fruchtbar war und wir davon profitieren werden.
Wieder in Köln zurück, begann neuerlich die Kunst der Improvisation des Trainingsprogramms. Nach mittlerweile drei Wochen, funktioniert das Flutlicht auf der „Westkampfbahn“ (Trainingsplatz für die Tage Dienstag und Donnerstag) immer noch nicht. Wenigstens sind die Witterungsbedingungen weiterhin ordentlich und somit fiebern alle der ersten Begegnung 2011 gegen Rot Weiß Essen entgegen. Die Mannschaft zeigt sich entschlossen und erfolgshungrig und möchte unbedingt die guten Leistungen aus den Vorbereitungsspielen bestätigen. Trotz einiger leicht verletzter und angeschlagener Spieler (Heber, Kruth, Halili, Remagen stehen für die Partie gegen Essen nicht zur Verfügung und Schäfer und Venekamp pausierten zuletzt wegen Krankheit) gehen wir sehr optimistisch in das Spiel gegen den „Wintermeister“.
Ein Erfolg am Samstag wäre die Belohnung für die harte und im Hinblick auf die Trainingsbedingungen nicht immer einfache Wintervorbereitung 2011.
Matthias Mink
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Leider wurde das Spiel gegen Rot-Weiß Essen abgesagt. Fans und Mannschaft haben gemeinsam auf dieses Highlight der Saison hingefiebert. Und dann kam dieser nicht vorhersehbare Wintereinbruch. Die Wintermonate in den vergangenen zwei Jahren waren schon eine Katastrophe. Aber die Prognosen für die nächsten zwei Monate scheinen die vergangenen zwei Jahre noch zu toppen. Sollte man den aktuellen Wetterprognosen glauben schenken, so können wir uns auf einige „englische Wochen“ im Frühling gefasst machen.
Zu den schon schwierigen Bedingungen in den Wintertrainingsmonaten (November bis einschließlich März), mit Aschenplatztraining und Kunstrasentrainingseinheiten im Kölner Westen nahe des RheinEnergie Stadions, kommen jetzt auch noch Platzsperren hinzu, die einen normalen Trainingsbetrieb für unser Team nicht zu lassen. Zuletzt mussten wir unser Abschlusstraining vor dem Meisterschaftsspiel gegen Herne wegen Platzsperren auf einer Wiese im Volksgarten (Stadtpark in unmittelbarerer Nähe des Südstadions) durchführen.
In den vergangenen Trainingseinheiten war an ein reguläres Mannschaftstraining nicht zu denken. Leider haben wir keine eigene Platzanlage und sind deshalb an die Vorgaben und Weisungen des Sportamtes der Stadt Köln gebunden. Somit mussten wir das Trainingsprogramm umstellen und haben mit Lauf und Stabilisationstraining hauptsächlich konditionelle Trainingsaspekte beleuchtet. Wir werden mit den momentanen Trainingsbedingungen unseren Ansprüchen und den Ansprüchen der Mannschaft nicht gerecht. Da das Wetter wohl bis auf weiteres schlecht bleiben soll und weitere Spielabsagen drohen, ist unser kurzfristiges Stimmungshoch durch den Auswärtssieg in Herne schon wieder verpufft. Es wird in den nächsten Tagen unglaublich wichtig sein, die Balance zwischen Spaß und Ernsthaftigkeit in der Trainingsarbeit und dem Spannungsaufbau auf anstehende Meisterschaftsspiele zu gewährleisten.
Matthias Mink
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Mit den zuletzt drei Siegen in drei Pflichtspielen hat sich die Mannschaft endlich für die Mühen der letzten Wochen belohnt. Wichtig dabei ist auch, dass sich die Disziplin und Beharrlichkeit in der täglichen Trainingsarbeit einzelner Spieler, nun auch in Erfolgen auf dem Platz für das Team auszahlt. Ich denke es ist nicht selbstverständlich, nach einigen heftigen sportlichen Nackenschlägen als Mannschaft so zurück zu kommen. Deshalb möchte ich an dieser Stelle jedem einzelnen Spieler und damit meine ich alle 26, die uns aktuell im Kader zur Verfügung stehen, ein großes Kompliment für das bisher Geleistete aussprechen. Denn jeder einzelne hat einen Anteil an der positiven Entwicklung der Mannschaft.
Natürlich wissen wir, dass wir in einigen Spielen nicht ausreichend gepunktet haben und in einigen Spielen - als Team - nicht optimal funktioniert haben. Wir haben aber den Fans, der Öffentlichkeit und vor allem uns selbst nun gezeigt was möglich ist, wenn wir ins Rollen kommen. Und ich glaube, ganz offen gesagt, wir haben auch noch ein wenig Luft nach oben. Genau deshalb wollen wir diesen positiven Trend natürlich weiter vorantreiben und das erarbeitete Selbstvertrauen und die dadurch erlangte Sicherheit nicht nur konservieren, sondern weiter ausbauen.
Die Mannschaft freut sich auf die kommenden Aufgaben, geht selbstbewusst in die nächsten Begegnungen und kann sich mit weiteren Erfolgen langsam zur Ligaspitze vorarbeiten.
Grundvoraussetzung dafür ist allerdings, an dieser zuletzt beeindruckenden Beharrlichkeit des Teams festzuhalten!
Wir sind der festen Überzeugung auch in den nächsten Spielen unseren Fans erfolgreichen Fußball zu bieten. Bis zur Winterpause sind noch 24 Punkte zu vergeben und wir wollen Punkte, die wir unnötigerweise in Heimspielen verschenkt haben, uns bis Weihnachten natürlich zurückholen.
Schön dabei wäre, trotz der kälteren Jahreszeit, wenn uns zahlreiche Fans dabei begleiten und natürlich tatkräftig unterstützen und anfeuern.
Matthias Mink
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Der 5. Spieltag ist vorüber. Wir haben in den bisherigen 3 Heimspielen unsere Ansprüche und vor allem die Ansprüche unserer Fans nicht erfüllt. Die beiden Auswärtsspiele waren gut bis sehr gut, leider wurden wir in Velbert kurz vor Schluss mit dem Gegentreffer und dem daraus resultierenden Unentschieden nicht komplett belohnt. Mit den bisher erreichten 8 Punkten sind wir deshalb natürlich nicht vollends zufrieden.
Wie so oft in den vergangenen Wochen kommen nach jedem Negativerlebnis die „Trainer-Kritiker“ und fordern den „schon lange fälligen Trainerwechsel“!
Ich brauche keinem hier erklären, dass sich diese ständige Diskussion nicht leistungsfördernd auf die Mannschaft auswirkt. Dies soll aber keine Rechtfertigung für die bisher wenig überzeugenden Heimspiele sein. Ich möchte aber alle die, die ständig unsere Arbeit in Frage stellen, anmahnen.
Die tägliche Arbeit mit der Mannschaft, das Training, die Spielvor- und -nachbereitung, der Einsatz jedes Einzelnen - vom Teammanager, Betreuer bis hin zum Praktikanten - ist sehr gewissenhaft und mit viel Eifer und Ehrgeiz ausgestattet. Die Spieler arbeiten sehr akribisch und sind trotz der großen Konkurrenzsituation auf das gemeinsame Ziel, den Aufstieg in die Regional-Liga, eingeschworen. Gerade jene Spieler, die aktuell keine oder wenig Berücksichtigung finden, zeigen großen Trainingseinsatz und so haben wir momentan auch eine sehr hohe Trainingsqualität. Man kann jetzt schon sagen, dass wir uns in allen Bereichen, im Vergleich zur vergangenen Saison, verbessert haben und mit der Weiterentwicklung sicherlich auf einem sehr guten Weg sind, unsere Ziele auch erfüllen zu können. Allerdings haben wir noch nicht die Ruhe und Selbstverständlichkeit gefunden, ein zielstrebiges und konsequentes Angriffsspiel in den Heimspielen zu zeigen.
Natürlich sind die Spiele am Wochenende und die daraus resultierenden Ergebnisse für die Fans die entscheidende Messlatte und wenn diese nicht stimmen, ist konstruktive Kritik sicherlich angebracht und auch berechtigt. Dieser Kritik stellen wir uns natürlich. Auch die Verantwortlichen der Spielbetriebs GmbH beobachten unser Tun und Handeln und stellen dieses regelmäßig auf den Prüfstand. Und gerade deswegen bin ich auch sehr zuversichtlich, dass unsere Mannschaft den Aufstieg realisieren kann. Wer allerdings geglaubt hat, dass dies ein programmierbares und einfaches Unterfangen wird, der lebt in einer anderen Welt. Wer der Überzeugung war, wir sind der „FC Bayern München der NRW-Liga“, der ist realitätsfremd und hat keinen Respekt vor der Konkurrenz aus Windeck, Siegen und den beiden Vereinen aus Essen. Wer der Meinung ist, wir schießen alle anderen Vereine mit 2:0 oder 4:0 aus dem Stadion, der sollte sich Woche für Woche die Ligaergebnisse anschauen und ein wenig reflektieren.
Wir haben einen sehr schwierigen und steinigen Weg vor uns und noch 29 Spieltage zu spielen. Fortuna Köln hat eine qualitativ gute Mannschaft, die alles dafür tun wird, ihre Ziele zu erfüllen.
Wichtig dabei ist, dass alle in unserem Team, dem Umfeld und im Verein diese Überzeugung ständig und stetig transportieren und somit auch nach Außen weitergeben. Alle müssen die Herausforderung des „Projekts 2011“ in jeder Phase dieser Saison annehmen und persönliche Interessen deswegen auch bis zur Zielerfüllung hinten anstellen!
Matthias Mink
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Hallo liebe Fortunen!
Wir wurden gebeten, ab und zu ein paar Zeilen über unsere Gedanken, Empfindungen oder auch Anekdoten rund um die Fortuna zu verfassen.
Mir persönlich kommt dies in der momentanen Situation auch sehr gelegen, einmal meine Gedanken über einige weniger erfreuliche Dinge darzulegen.
Zugegeben, unsere Situation nach 5 Spieltagen mit nur 8 Punkten ist alles andere als optimal.
Man kann es in Anbetracht der bisherigen Gegner auch als Enttäuschung auffassen, erst 2 Saisonsiege eingefahren zu haben.
Was aber momentan die Stimmung rund um die Spiele oder speziell in den Internet- Foren angeht, bin ich echt enttäuscht!
Ich habe in diesen 1 ½ Jahren sehr viele nette Menschen bei der Fortuna kennengelernt. Speziell das Verhältnis zu vielen Fans ist hier im Verein schon etwas Besonderes.
Für eine Sache habe ich jedoch gar kein Verständnis.
Euer (teilweise) berechtigter Frust über schwache Spiele darf sich nicht derart äußern, wie es in der letzten Zeit häufig der Fall war. Während eines Spiels Spieler der eigenen Mannschaft zu beleidigen oder auszupfeifen ist absolut kontraproduktiv. Beispiele? Bei Benni Venekamp hat es bereits letzte Saison bedenkliche Züge angenommen und war für die gesamte Mannschaft eine Ohrfeige. Und jetzt nach jeder vergebenen Torschance den Namen Kevin Kruth zu skandieren hilft uns allen unheimlich!
Natürlich sind es nicht alle, die auf diesen Zug aufspringen, aber wie soll ich nach dem Spiel unterscheiden, wer von Euch uns beleidigt hat?! Es geht schon soweit, dass ich selbst nach gewonnenen Spielen gar keine Lust mehr habe, mich bzw. die Mannschaft feiern zu lassen, weil mir die permanente Schwarz-Weiß-Malerei zuwider ist.
Jetzt könnt Ihr natürlich sagen, dass das im Fußball heutzutage so üblich ist und ich nicht so rumheulen und dafür aber Gas geben soll. Ok, das ist Eure Meinung. Ich denke, nur weil es heutzutage überall so ist, muss man es nicht gutheißen. Und ist die Fortuna denn ein Verein wie jeder andere?! Sind wir nicht anders? Haben wir nicht unseren eigenen Weg? Glaubt Ihr vielleicht, wir spielen besser, wenn uns während des Spiels Wind aus den eigenen Reihen entgegenweht? Bestimmt nicht!
Dann zum Forum. Was den Umgangston und die Äußerungen dort angeht, bin ich echt sprachlos. Da sind Leute unterwegs, die Tag für Tag ihre Klappe aufreißen, andere Leute beleidigen, dafür aber von Fußball mal gar keine Ahnung haben. Wahnsinn!! Ich hoffe sehr, meine Zeilen werden genau in dieser Schärfe wiedergegeben, denn es ist meine persönliche Sicht der Dinge, so wie ihr auch eure Meinung äußern dürft.
Wir stehen erst am Anfang der Saison und haben doch noch so viel vor. Es ist jetzt an der Zeit, sich wieder anzunähern. Wir als Mannschaft brauchen Euch, denn nur zusammen kann dies eine wunderbare Saison werden.
Euer Alex Ende
Nach der nun fast fünfwöchigen Vorbereitung möchte ich im heutigen Newsletter den Mitgliedern einerseits unsere Eindrücke zum neuen Team kurz wiedergeben und andererseits unsere Spielphilosophie für die anstehende Saison etwas ausführlicher beschreiben.
Mit Beginn der sechswöchigen Vorbereitung, mussten wir einen ersten herben personellen Rückschlag verkraften. Einer unserer Hoffnungsträger der kommenden Spielzeit, Nassirou Ouro-Akpo, verletzte sich beim obligatorischen Leistungstest am zweiten Tag. Er zog sich eine schlimme Muskelverletzung zu und konnte die ersten 4 ½ Wochen nicht mit der Mannschaft trainieren. Aktuell befindet er sich im Aufbautraining und wird voraussichtlich erst zum Saisonstart ins Mannschaftstraining einsteigen können. Mit den beiden Nachverpflichtungen Andy Habl und Fabian Montabell zum Ende des Trainingslagers in Wesel sind die Personalplanungen soweit abgeschlossen und die Konkurrenzsituation auf den einzelnen Spielpositionen ist vom ersten Trainingstag bei den Spielern zu spüren. Mit 23 Feldspielern und 3 Torhütern haben wir einen großen Spielerkader, der aber auch in diesem Umfang aus der Erfahrung der vergangenen drei Jahre nötig ist, um erfolgreich arbeiten zu können.
Der Kader wurde nach Vorgabe zur Spielkonzeption und den jeweiligen positionsspezifischen Anforderungsprofilen nicht nur ergänzt, sondern nachhaltig verstärkt. Jede Spielposition ist nun annähernd gleichwertig doppelt besetzt. Damit haben wir auf dem Papier die spielstärkste Mannschaft der Liga und zählen natürlich mit unserem ausgegebenen Ziel Aufstieg, zu den absoluten Topfavoriten der Liga. Diese Qualitätssteigerung im Einzelnen und in der Breite, ist auch in der täglichen Trainingsarbeit zu spüren. Trainingsintensitäten und Umfänge wurden gesteigert. Gleichzeitig wurde ein professionelleres Umfeld geschaffen, um auch den gestiegenen Anforderungen der Spieler gerecht zu werden.
Die Spieler haben die körperlichen Strapazen von 26 Trainingseinheiten und bislang 7 Testspielen in den letzten 32 Tagen gut überstanden. Einige wenige haben konditionell noch leichte Defizite, die wir aber in den nächsten Tagen noch aufarbeiten werden.
Die Testspiele waren wirkliche „Tests“, allerdings sind wir als Mannschaft noch nicht da wo wir hin müssen. Die Mentalität, das gemeinsame Ziel zu verfolgen ist bei allen vorhanden, der Erfolgsgedanke und das daraus resultierende Selbstbewusstsein fehlen uns noch. Das liegt natürlich auch an noch fehlenden Abstimmungs- und Absprachemechanismen innerhalb von Mannschaftsteilen. Wir sind uns bewusst, dass uns dieser Prozess bis weit in die Saison hinein begleiten wird. Das ist aber bei dieser Anzahl von Neuverpflichtungen normal. Wir werden dem Team aber immer wieder klar machen, die Kompensation dieses zu Anfang vorhandenen Defizites kann durch gegenseitiges helfen und unterstützen und die Bereitschaft und den Willen jedes einzelnen, sich komplett dem Mannschaftsziel unterzuordnen aufgefangen werden.
Unsere Spielphilosophie ab dem ersten Ligaspieltag heißt: „Bestimmend mit Überzeugung und hoher individueller Qualität in der Offensive vor allem in den Heimspielen, bei gleichzeitiger Sicherheit und Stabilität durch aggressives Zweikampfverhalten sowie physischer und mentaler Überlegenheit in der Defensive den Gegner zu besiegen. Wir wollen flexibel mit zwei oder drei nominellen Angreifern aus einem Mittelfeldpressing mit situativem Forechecking spielen!“
Natürlich haben wir uns damit eine große Bürde auferlegt. Natürlich setzt jeder Spieler die Messlatte auch für sich persönlich sehr hoch. Wichtig dabei ist, dass wir dies absolut bewusst machen. Gleichzeitig dürfen wir aber den essentiellen Aspekt des gemeinsamen Handelns als Mannschaft um damit erfolgreich zu sein, nicht aus den Augen verlieren.
Die Mannschaft und das komplette Funktionsteam freuen sich auf ein erfolgreiches Projekt 2011, dessen Startschuss letztendlich mit dem ersten Ligaspiel in Kleve beginnt!
Matthias Mink
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Nach einer Saison mit vielen Enttäuschungen und Fehlern und natürlich auch sportlich verpassten Zielen, wollen wir an dieser Stelle ein Fazit ziehen.
Obwohl wir in der Sommervorbereitung 2009 sportlich gute Ergebnisse erzielt haben und auch guten Fußball gespielt haben, so waren die Ergebnisse in den ersten vier Begegnungen zwar ausreichend, die Art und Weise wie wir gespielt haben war aber nicht befriedigend. In den darauf folgenden Heimspielen gegen Bergisch Gladbach, Siegen und Aachen zeigte sich, dass wir trotz guter Phasen in den Spielen die individuellen Fehler nicht abstellen konnten. Problematisch hierbei war, es gab immer wieder andere Spieler die von Spieltag zu Spieltag patzten bzw. nicht in der Lage waren Stabilität und Kontinuität in ihre Leistung zu bringen. Nach der Niederlage im Heimspiel gegen Herne standen wir am Scheideweg. Es war klar, in den nächsten Partien mussten Ergebnisse erzielt werden. Die Bereitschaft und der Wille waren grundsätzlich vorhanden. Allerdings merkten wir die Mannschaft würde in sich zusammenbrechen, sollte nicht das ersehnte Erfolgserlebnis gelingen. Mit dem Sieg im Pokalspiel gegen Stotzheim und vor allem mit dem überzeugenden Sieg in Velbert hatten wir wieder das Bewusstsein gemeinsam auf Kurs kommen zu können. Die Mannschaft zeigte in dieser Phase der Saison eindrucksvoll, dass sie sich einig war und in welche Richtung es gehen sollte. Bis zur Winterpause erspielten wir uns ordentlich Punkte, ohne dabei letztendlich vollends zu überzeugen. Man merkte, wir hatten immer noch nicht die Stabilität und Sicherheit die man benötigt, um über mehrere Wochen konstant gut zu spielen unabhängig von Ergebnissen. Ein wahrscheinlich entscheidender Fehler zu diesem Zeitpunkt war, daraus personell keine Konsequenzen gezogen zu haben. Die ein oder andere Vertragsauflösung bzw. weitere Spielerverpflichtungen hätten möglicherweise in der Winterpause für Impulse sorgen können.
Nach einer nur zweiwöchigen Trainingspause kam dann wieder einmal eine katastrophale Wintervorbereitung. Einerseits trainierten wir zu Uhrzeiten einer Altherrenmannschaft (19.30 Uhr bzw. 19.45 Uhr Trainingsbeginn), andererseits immer wieder auf unterschiedlichen Trainingsplätzen. Bedingt durch Schnee und Frost hatten wir auch immer wieder mit Platzsperren der Stadt Köln zu kämpfen und hatten nur selten die Möglichkeit fußballspezifisch zu trainieren. Hinzu kamen die zahlreichen Spielausfälle und das dadurch nicht absehbare Ende der Vorbereitungsphase in der immer wieder die Spannung auch im Training verloren ging. Trotzdem kamen wir mit dem Sieg im „Sturmspiel“ gegen Hüls, wenn auch nicht fußballerisch gut, aber zumindest erfolgreich aus der Winterpause. Einschließlich des Heimspieles gegen Windeck haben wir in 6 Begegnungen 9 Punkte geholt (4 Auswärts-, 2 Heimspiele) und waren in dieser Phase der Saison zwar weit weg von der Tabellenspitze, aber sportlich trotzdem noch im Soll. Danach folgte dann bekanntlich unser sportlicher Absturz.
Die Gründe sind unterschiedlichster Natur. Wie so oft führen viele kleine Bausteine schlussendlich zu solchen Szenarien. Angefangen bei der Doppelbelastung Fußball-Lehrer-Lehrgang bei gleichzeitig täglicher Pflichterfüllung, über fehlende Breite an Qualität im Kader und fehlende Selbstkritik vieler Spieler, bis hinzu einer zu hohen individuellen Fehlerquote der Mannschaft. Die Spannung innerhalb des Teams ging in dieser Phase immer wieder verloren, durch viele verletzungsbedingte Ausfälle und viele gesperrte Spieler fehlte die Konkurrenzsituation. Gleichzeitig waren wir durch die personellen Engpässe auch körperlich der Belastung durch die vielen englischen Wochen nicht gewachsen.
Das sportliche Ziel im oberen Tabellendrittel mitzuspielen ging verloren. Es kam zu Unsicherheit durch schwebende Vertragssituationen bei vielen Spielern. Des Weiteren haben wir sicherlich zu früh die Planungen für die nächste Saison öffentlich kommuniziert und definiert.
Diese und natürlich noch eine ganze Menge an intern zu diskutierenden Punkten nehmen wir in die Sommerpause. Wir sind der festen Überzeugung vieles für die kommende Saison ausräumen zu können und arbeiten momentan täglich daran unser „Projekt 2011“ erfolgreich zu machen.
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