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Trainer Uwe Koschinat

Liebe Fortuna-Fans,

ich möchte die Pause im Ligaspielbetrieb durch die anstehenden Länderspiele nutzen, um das erste Drittel dieser Saison aus meiner Sicht zu beleuchten und einen Ausblick auf die Zeit bis zur Winterpause zu wagen.

Mit aktuell 25 Punkten nach zwölf absolvierten Spielen belegen wir in der Regionalliga West den zweiten Tabellenplatz. Mit lediglich drei Punkten Rückstand auf den Erstplatzierten von der anderen Rheinseite - allerdings auch mit einem Spiel mehr - haben wir Tuchfühlung zum Tabellenführer. Unterschlagen möchte ich nicht, dass uns mit Siegen und Essen noch zwei Mannschaften überholen können, die ebenfalls erst elf Partien absolviert haben.

Trotz dieser Tatsache möchte ich von einem bisher zufriedenstellenden Saisonverlauf reden. Die Zwischenbilanz ist etwas getrübt durch die zwei aufeinanderfolgenden Heimspiele ohne eigenen Torerfolg und die beiden Niederlagen gegen Oberhausen und Düsseldorf II. Gerade unter diesem Aspekt war der deutliche Sieg am vergangenen Wochenende in Bergisch Gladbach extrem wichtig.

Blicken wir auf den Beginn dieser Saison zurück, so war uns allen klar, dass uns die Spielansetzer der Regionalliga West vor eine große Herausforderung gestellt haben. Doch gerade in dieser ersten Phase haben wir die Liga mit Siegen gegen die Topfavoriten aus Wuppertal, Lotte und Essen beeindruckt. Schlüssel für die hohe Zahl an Punkten in der ersten Phase der Saison waren aus meiner Sicht zwei Faktoren:

Erstens konnte ich vom ersten Tag der Aufnahme unserer Arbeit am 20.06.2012 mit meinem kompletten Kader arbeiten. In Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung habe ich bereits zur Halbserie der vergangenen Saison eine detaillierte Bestandsaufnahme des bestehenden Kaders gemacht und die gemeinsame Zielsetzung für diese Saison verbunden mit einer konkreten Kaderplanung in die Wege geleitet. Nahezu alle unsere Neuzugänge haben wir über einen längeren Zeitraum beobachtet und in mehreren persönlichen Gesprächen von einem Wechsel zur Fortuna überzeugen können. Unsere klar umrissene Zielsetzung, in dieser Saison unter den besten fünf Teams der Liga sein zu wollen und meine klar dargelegte Spielphilosophie führten zu zielgerichteten Gesprächen, so dass unser Kader ganz bewusst deutlich vor Saisonbeginn komplett war. Somit hatte ich die Möglichkeit, vom ersten Tag an, sowohl im athletischen als auch im taktischen Bereich, nach einem klaren Plan zu arbeiten - der gute Saisonstart war eine logische Folge dieser Strategie.

Zum Zweiten setzen wir bei der Kaderzusammenstellung ganz bewusst auf einen großen Konkurrenzkampf. Somit ist zum einen für eine hohe Trainingsqualität gesorgt, zum anderen können wir Ausfälle gut kompensieren und in "englischen Wochen" rotieren, ohne einen Leistungsabfall befürchten zu müssen. Gerade der Sieg in Wuppertal am zweiten Spieltag basierte ganz sicher auch auf der Tatsache, dass wir auf vier Positionen ausgeruhte Spieler nominieren konnten, um gegen Ende des Spiels vor allen Dingen im athletischen Bereich deutlich dominanter zu sein. Noch heute ärgere ich mich, diese Maßnahme nicht auch im Spiel in Oberhausen praktiziert zu haben, nachdem wir drei Tage zuvor in einem atemberaubenden Spiel die U21 des 1. FC Köln regelrecht überrannt haben.

Ein wichtiger Faktor für die nächsten Trainingseinheiten wird es sein, ein Augenmerk auf das Herausspielen von Torchancen gegen defensiv orientierte Mannschaften zu legen. Gerade die unbefriedigende Punktausbeute aus den Spielen gegen Verl, Oberhausen und Düsseldorf zeigt, dass wir uns zwar eine Fülle von klaren Torchancen erarbeiten, aber gegen Ende eines Spiels häufig in unkontrolliertes Schlagen von langen Bällen verfallen, wenn wir nicht in Front liegen. Hier müssen wir uns in der Zukunft sicher auf Gegner einstellen, die gegen uns ihr Heil primär in der Torsicherung suchen werden. Gegen diese tief stehenden Mannschaften muss die Palette unserer Möglichkeiten, einen solchen Gegner zu knacken, größer werden. Neben unseren Schnellangriffen in den Rücken der Abwehr müssen wir bei unseren Angriffsaktionen noch variabler werden, unser Flügelspiel forcieren und das richtige Belaufen von freien Räumen im Strafraum des Gegners perfektionieren.

Ganz sicher haben wir im kommenden Pokalspiel gegen den Landesligisten Bad Honnef und im darauffolgenden Heimspiel gegen Hüls ausreichend Gelegenheit, Sie - liebe Anhänger der Fortuna - von der Verbesserung in diesen Teilbereichen zu überzeugen.

Wir werden alles Erdenkliche investieren, um in den nächsten Wochen unsere gute Ausgangssituation bis zum Derby zu halten - besser noch die aktuelle Reihenfolge umzudrehen.

Bis dahin wünsche ich schöne und erfolgreiche Spiele unserer Fortuna

Ihr Uwe Koschinat

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Trainer Uwe Koschinat

Liebe Freunde und Fans der Fortuna,

sicherlich ist die Enttäuschung und Ernüchterung nach unserer Auftaktpleite im Heimspiel gegen den VfL Bochum auch bei Euch – ähnlich wie bei unserem Team - nicht vollends gewichen.

Nach einer zufriedenstellenden Hinrundenbilanz und einer intensiven und guten Vorbereitung war nicht die Niederlage an sich, sondern vor allen Dingen die Art und Weise nicht akzeptabel. Wir haben mit Ausnahme der ersten Viertelstunde nach der Pause nicht nur spielerische Qualität vermissen lassen, sondern in erster Linie unsere Grundtugenden nicht auf den Platz gebracht. In den Bereichen Laufbereitschaft, Zweikampfführung und Organisation bei gegnerischem Ballbesitz waren wir mangelhaft. Am schlimmsten aber war, dass uns der unbedingte Wille, die Galligkeit fehlte, diese junge Mannschaft aus Bochum körperlich zu beeindrucken, sie zu bekämpfen und jedem Zuschauer im Stadion unbedingten Siegeswillen zu demonstrieren. Gerade mit diesen Tugenden hat sich die Mannschaft im heimischen Südstadion eine hervorragende Heimbilanz erkämpft und Sympathien bei unserem Publikum erarbeitet.

In der Aufarbeitung des Spiels haben sich mir die Gründe für diese schlechte Leistung allerdings sehr schnell erschlossen. Speziell in den Trainingseinheiten vor dem Saisonauftakt hatten wir im spielerischen Bereich zum Teil überragende Phasen. Die kontinuierlich in der Hinrunde erarbeiteten Spielprinzipien und die auch durch die Neuzugänge Lejan und Pospischil gewachsene fußballerische Qualität im Kader sorgten für flüssiges Kombinationsspiel und große Spielfreude. Hinzu kommt in erheblichem Maße, dass das permanente Training auf unserem neuen Kunstrasen dass eigene Spiel verändert. Technische Fehler auf Grund von Platzunebenheiten treten nicht auf, dass Spiel wird schneller und weniger zweikampforientiert.

Dies darf keine Entschuldigung sein, doch es ist uns in der ersten Halbzeit nicht gelungen, unsere Spielweise den veränderten Bedingungen anzupassen. Erst meine deutliche Halbzeitansprache brachte Besserung – tragisch, dass wir gerade in unserer besten Phase nach der Halbzeit, in der wir zwar nicht gut kombinierten, den Gegner aber deutlich besser attackierten und größtenteils in der eigenen Hälfte stellten, durch einen Konter mit dem 1:2 auf die Verliererstraße gerieten. Unverzeihlich ist allerdings, was im Anschluss an den Rückstand passierte. Wir ließen einen Konter nach dem nächsten zu und sind nur haarscharf an einem Debakel im eigenen Stadion vorbeigeschrammt. Für diese Leistung entschuldige ich mich bei allen Fans der Fortuna.

Nun steht mit dem Spiel beim Wuppertaler SV bereits die nächste hohe Hürde vor der Tür. Der WSV – selbsternannter Aufstiegskandidat vor der Saison –hat nach einem holprigen Start und dem Trainerwechsel von Hutwelker zum erfahrenen Hans-Günter Bruns im letzten Drittel der Hinrunde kontinuierlich gepunktet und das Saisonziel „Aufstieg“ noch nicht vollkommen aus den Augen verloren. Ein echter Prüfstein für uns und ein tolles Derby für unsere Fortuna! Ich bin mir absolut sicher, dass wir die richtigen Schlüsse aus der Auftaktniederlage gezogen haben und im Bergischen punkten werden.

Natürlich wirft die Pokalauslosung vom vergangenen Montag auch schon ihre Schatten voraus. Mit dem Auswärtsspiel beim Bezirksligisten Düren kennen wir nun die nächste Hürde auf unserem gemeinsamen Weg hin zum Gewinn des Mittelrhein-Pokals. Natürlich werde ich mein Team akribisch auf diesen Gegner vorbereiten, aber bei allem Respekt vor dem Spitzenreiter wollen und werden wir ins Halbfinale einziehen!!!

Bis zu diesem Spiel sind allerdings noch einige Punkte in der Regionalliga West zu holen – wir werden am Samstag in Wuppertal damit anfangen…

Herzlichst

Ihr Uwe Koschinat

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